Kategorie: Schaumburger Wochenblatt
Schaumburger Wochenblatt vom 10.03.2012
Lange Liste von Anträgen für mehr Verkehrssicherheit
Aktive Demokraten/FDP beschäftigen Ausschuss
RODENBERG (pd). Eine lange Liste von Anträgen, die die Arbeitsgruppe Aktive Demokraten/FDP eingebracht hatte, beschäftigte den Ausschuss für Bauangelegenheiten, Stadtentwicklung und Umwelt des Rates Rodenberg. Vor allem die Verkehrssicherheit stand dabei im Vordergrund. Aber auch die Aufstellung von Hundekotbeuteln war ein Thema in der Zusammenkunft.
Im Bezug auf die Optimierung der Bereiche an Fußgängerüberwegen soll einiges getan werden. Auch Günther Wehrhahn von der Verwaltung gab zu, dass es sowohl am Zebrastreifen vor der Grundschule an der Langen Straße als auch im Bereich Einmündung Allee/Lange Straße Handlungsbedarf gebe. Auf Vorschlag der Antragsstellung soll in Zukunft ein Blinklicht an der Ampel vor allem die Abbieger aus Richtung Apelern auf querende Fußgänger aufmerksam machen. Der Zebrastreifen an der Schule soll zusätzlich gekennzeichnet werden. So genannte Leitzylinder in blau- weiß- gestreift sollen vor dem Überweg installiert werden.
Wenig Begeisterung gab es für den Antrag der Arbeitsgruppe, Hundekotstationen und -abfallbehälter aufzustellen. Vor allem im Bereich des Burgwalles sei so etwas dringend erforderlich, erläuterte Gruppensprecher Sebastian Klein. Die Verwaltung hatte im Vorfeld Kosten für Behälter und Kotsäcke ermittelt und war auf einen Mittelwert von rund 359 Euro gekommen, je nach Anbieter. "Ich sehe nicht ein, dass wir dafür Geld ausgeben", lautete die klare Meinung von Dieter Leistikow von der SPD. Mit drei Nein- Stimmen, drei Enthaltungen und einer Zustimmung Demokraten/FDP wurde der Antrag der Aktiven Demokraten/FDP-Arbeitsgruppe abgelehnt.
Infoveranstaltung gefordert
(pd). Bündnis 90/Die Grünen und die Aktiven Demokraten wünschen Aufklärung darüber, welche Aufgaben ein Sozialarbeiter oder ein Sozialpädagoge für Jugendliche und Senioren in der Samtgemeinde übernehmen könnte. Die Verwaltung wurde per Antrag gebeten, zur Klärung der Sachlage den Kreisjugendpfleger zu einer Informationsveranstaltung einzuladen, die im Rahmen der nächsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kindergarten-, Sport- und Kulturangelegenheiten stattfinden soll. Diese Veranstaltung solle der Information aller Parteien zur Arbeit eines Sozialarbeiters oder eines Sozialpädagogen dienen, Es hätten schon mehrfach Gespräche mit der CDU/WGSR stattgefunden und auch die SPD habe in der Presse ein Interesse an der Einrichtung einer Stelle für einen Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen bekundet, heißt es weiter. "So ist es im Interesse aller Parteien, die Vorteile eines generationsübergreifenden Konzeptes für Jugend und Senioren durch einen Fachmann erläutert zu bekommen", schreibt Sprecher Thomas Berger abschließend.
Schlamm soll vermessen werden
Ausschuss befasst sich mit Zustand des Schlossgrabens
RODENBERG (pd). Der Fischereiverein Rodenberg macht sich Sorgen um den Schlossgraben. Nach Auskunft der Vereinsführung sei es dringend erforderlich, den unkontrollierten Abfluss von Wasser zu stoppen. Auch bauliche Mängel an der Uferböschung wurden von Martin Schmeiche erwähnt, als er im Ausschuss für Bauangelegenheiten das Wort erteilt bekam. Am Ende einer längeren Diskussion über mögliche Langzeitschäden und damit verbundenes Fischsterben stand ein Antrag von Dieter Leistikow (SPD). Der beantragte die Verwaltung damit, vor weiteren Schutzmaßnahmen zu prüfen, wie hoch der Schlamm tatsächlich sei und die Wassertiefe zu messen.Nach Aussagen von Schmeiche sei der Burggraben zum einen dadurch bedroht, dass Bisamratten den Wall durchbohren, die Uferböschung dadurch abgängig sei und das Gewässer allgemein immer mehr versande. Wie Jörg Döpke von der Verwaltung in der Sitzung erklärte, sei man in Bezug auf die Bisamratten bereits tätig geworden. Ein Schädlingsbekämpfer habe die Sache in die Hand genommen, die Tiere lebend eingefangen und sie umgesiedelt. Die Undichtigkeit des Walles neben dem Ablauf sei durch eine Fachfirma abgedichtet worden. Die abgängigen Absperrbretter dort seien begutachtet worden und sollen mittelfristig ausgetauscht werden.Ob man bei einem Anstieg der Verschlammung von 20 Zentimetern pro Jahr tätig werden müsse, stellte Döpke als Frage an die Mitglieder des Fachausschusses. Vor 15 Jahren sei der Schlossteich das letzte Mal entschlammt worden. Die Kosten betrugen damals rund 35 000 DM. Die kontinuierliche Zuführung von Frischwasser werde durch die vor einigen Jahren von der Stadt gebaute Pumpstation im Bereich der Mühlenaue sichergestellt.
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Aktive Demokraten bleiben dran - Unbehandelte Anträge werden erneut eingereicht
RODENBERG (pd). Anträge, die sie in der vergangenen Ratsperiode gestellt haben und die nicht behandelt wurden, hat die Arbeitsgruppe aus Aktiven Demokraten und FDP jetzt erneut bei der Verwaltung eingereicht. Die Themen sind vielfältig, sie reichen von der Gestaltung von Ausgleichsflächen bis hin zu Hundekotbeuteln und sollen in den Fachgremien zur Sprache kommen.
In einer Pressemitteilung geht die Gruppe auf die einzelnen Punkte näher ein. Zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Familie, Jugend und Soziales soll die Verwaltung im Rahmen der Haushaltsaufstellung für 2012 ein Kostenvorschlag darüber vorlegen, was der Ersatz von abgängigen Spielgeräten auf dem Spielplatz Falkenweg und die Neugestaltung des Spielplatzes am Burgwall kosten soll.
Weil ihr im Mai 2011 eingereichter Antrag auf Anschaffung eines Hundekot-Beutelspenders keine Berücksichtigung gefunden hat, soll dieser jetzt wieder eingebracht werden. Der Ausschuss für Bauangelegenheiten, Stadtentwicklung und Umwelt soll sich nach den Vorstellungen der Ratsgruppe im Zuge der Haushaltsplanaufstellung für das kommende Jahr mit der Frage befassen, was diese Spender kosten und welche Standorte es dafür geben könne.
Auch über weitere Abfallbehälter an der Wallanlage soll dieses Fachgremium beraten und eine entsprechende Empfehlung abgeben.
Der gleiche Ausschuss ist nach Meinung von Aktiven Demokraten und FDP dafür zuständig, sich in dieser Ratsperiode tatsächlich mit einem Antrag über Sanierung der Feldstraße und die Geschwindigkeitsbegrenzung im Krümmeweg zu befassen.
Neu ist der Antrag der Gruppe, die Gestaltung von Ausgleichsflächen im Baugebiet Steinriesen zu diskutieren.
Möglich wäre nach Meinung der Gruppe eine Anpflanzung von Bäumen. Auch eine Einrichtung von zwei bis drei Besucher- Einstellplätzen ohne Bodenversiegelung wäre sinnvoll.
Schaumburger Wochenblatt vom 03.12.2011 | Ausgabe-Nr. 48B
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Zuschauer erleben "gelaufene Demokratie" - Fünf geheime Wahlgänge für wichtige Posten im Rodenberger Samtgemeinderat
SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Die Geduld der vielen Zuschauer bei der konstituierenden Sitzung des Rates der Samtgemeinde Rodenberg wurde auf eine harte Probe gestellt. Fünfmal mussten die neue Ratsvertreter an die Wahlurne, um in geheimer Abstimmung über die stellvertretenden Ratsvorsitzenden und die stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister zu befinden. Nur die Abstimmung für den Ratsvorsitzenden fiel einstimmig und mit Handzeichen aus: Auch in der nächsten Ratsperiode wird Heinrich Oppenhausen (SPD) aus Apelern dem Gremium vorstehen.
Rein rechnerisch verfügen CDU/Wählergemeinschaft (WGSR) und Bündnis 90 Die Grünen/Aktive Demokraten im Samtgemeinderat über 17 Stimmen, die SPD kann 15 Stimmen und die Stimme des Samtgemeindebürgermeisters Uwe Heilmann (SPD) für sich verbuchen.
Zu Beginn des Abstimmungsmarathons erklärten sich die einzelnen Fraktionen zu gewünschten Gruppenbildungen.
Die Grünen werden mit den Aktiven Demokraten zusammenarbeiten, die CDU mit der WGSR.
Aus dieser Konstellation heraus könnte sich eine Mehrheit für die SPD im wichtigen Samtgemeindeausschuss ergeben, denn hier hat der Samtgemeindebürgermeister auch ein Stimmrecht. Vier Sitze kann die SPD als stärkste Fraktion für sich verbuchen, die CDU/WGSR-Gruppe stellt drei Beigeordnete, Grüne und Aktive Demokraten haben ein Votum. Im Verlauf der konstituierenden Sitzung im Hotel “Zum alten Friedrich” in Apelern gestalteten sich die Wahlen recht zäh. Denn auf Antrag der SPD wurde geheim gewählt - Günter Altenburg von der CDU schloss sich diesem Antrag an - mit namentlicher Aufrufung.
Im ersten Wahlgang für den stellvertretenden Ratsvorsitzenden gab es ein Patt mit 16:16 Stimmen zwischen Heinrich Laufmöller (SPD) und dem Gegenkandidaten Karsten Dohmeyer von den Grünen. Eine Stimme war ungültig.
Im zweiten Durchgang konnte Laufmöller die erforderliche Mehrheit von 17 Stimmen für sich verbuchen.
Bei den Wahlen für den zweiten Stellvertreter von Oppenhausen ging es wieder in geheimer Wahl zur Sache. Und erneut konnte sich mit Herbert Weibels ein SPD-Ratsherr durchsetzen. Mit dem Ergebnis 17:16 Stimmen. Das Nachsehen hatte der von den Grünen benannte Kandidat Sebastian Klein von den Aktiven Demokraten.
Damit aber noch nicht genug der Urnengänge. Die geheime Wahl für das Amt des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters fiel mit 17:16 Stimmen positiv für Hans-Dieter Brand (SPD) aus. Christel Oberheide (CDU) musste sich dem Votum geschlagen geben.
Eine wenn auch kleine Überraschung gab es dann bei den Wahlen für den zweiten Stellvertreter von Heilmann. Die SPD benannte Oppenhausen als Kandidaten, die CDU/WGSR schlug Ralf Sassmann vor. Mit 17:16 Stimmen machte am Ende der Rodenberger Bürgermeister Sassmann das Rennen.
Die Besetzung der Ausschüsse im Samtgemeinderat
SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Der nicht öffentlich tagende Samtgemeindeausschuss wird durch die folgenden Beigeordneten besetzt: Frank Witte, Heinrich Oppenhausen, Heinrich Laufmöller, Hans-Dieter Brand (alle SPD), Udo Meyer, Christel Oberheide (CDU), Ralf Sassmann (WGSR), Thomas Berger (Bündnis 90/Die Grünen).
Ausschuss für Planungs-, Bau- und Umweltangelegenheiten: Uwe Budde (Vorsitz), Rainer Helbig, Hartmut Vormfenne (alle SPD), Börries von Hammerstein, Carlo de Rooij (beide CDU), Franz-Wilhelm Riechers (WGSR), Karsten Dohmeyer (Bündnis 90/Die Grünen).
Ausschuss für Jugend-, Kindergarten-, Sport- und Kulturangelegenheiten: Marina Brand (Vorsitz), Uwe Märtens, Harald Schmidt (alle SPD), Erhard Steege, Christel Oberheide (beide CDU), Wilhelm Thürnau (WGSR), Norbert Bruhne (Bündnis 90/Die Grünen).
Feuerschutzausschuss: Wilhelm Kölling (Vorsitz), Hartmut Vormfenne, Wilhelm Hartmann (alle SPD), Frederik Platte, Thorsten Lück (beide CDU), Ralf Sassmann (WGRS), Sebastian Klein (Aktive Demokraten).
Ausschuss für Friedhofsangelegenheiten: Hartmut Vormfenne, Herbert Weibels (beide SPD), Rainer Helbig, Börries von Hammerstein, Thomas Lück (Vorsitz, alle vorgenannten CDU), Franz-Wilhelm Riechers (WGSR), Rudolf Zerries (Bündnis 90/Die Grünen).
Ausschuss für Wirtschaft und Fremdenverkehr: Rudolf Zerries (Vorsitz), Karsten Sucker, Uwe Budde, Karl Minne Braaksma (alle SPD), Börries von Hammerstein, Christel Oberheide (beide CDU), Franz-Wilhelm Riechers (WGSR).
Schulausschuss: Karl-Minne Braaksma (Vorsitz), Marina Brand, Uwe Märtens (alle SPD), Thorsten Lück, Carlo de Rooij (beide CDU), Wilhelm Thürnau (WGSR), Norbert Bruhne (Bündnis 90/Die Grünen).
Betriebsausschuss (früher Werksausschuss): Friedrich-Wilhelm Platte (Vorsitz), Frederik Platte (beide CDU), Herbert Weibels, Wilhelm Kölling, Karsten Sucker (alle SPD), Wilhelm Thürnau (WGSR), Karsten Dohmeyer (Bündnis 90/Die Grünen).
Schaumburger Wochenblatt vom 03.12.2011 | Ausgabe-Nr. 48B
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Schaumburger Wochenblatt vom 22.06.2011
Uwe Heilmann sieht für Nachnutzung kein Problem
RODENBERG (pd). Bei einem Ortstermin haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Planung und Gewerbe ein Bild vom Zustand des Hauses Lange Straße 2 gemacht, dass seit einigen Monaten im Besitz der Stadt ist. Stadtdirektor Uwe Heilmann zeigte sich bei der Gelegenheit zuversichtlich, die Leerstände in dem Wohn- und Geschäftshaus schon bald füllen zu können. Die Wohnung über den Räumen der ehemaligen Apotheke sei bereits wieder vermietet. Stark interessiert an dem Laden sei die Inhaberin des Blumengeschäftes an der Ecke, klärte der Verwaltungschef bei der Begehung auf.
Wenn die Blumenhändlerin in die größeren Räume nebenan ziehe, könne der dann freie Eckladen unter Umständen als Seniorentreffpunkt genutzt werden, so Heilmann weiter. Die ehemalige Apotheke soll demnächst mit neuen Fenstern ausgestattet werden. Die Automatiktür werde durch eine mechanische Tür ersetzt.
Zuversichtlich zeigte sich der Stadtdirektor in Bezug auf Nachmieter für das demnächst frei werdende Optikergeschäft. "Da gibt es schon erste Gespräche" verriet Heilmann den Ausschussmitgliedern. Es gebe noch punktuellen Renovierungsbedarf. Die Arbeiten sollen nach und nach erledigt werden. "Wir werden so ausbauen, wie Nutzer gefunden werden", fügte er noch an. So könnten auch individuelle Wünsche neue Mieter berücksichtigt werden.
Unser Kommentar dazu:
Der kleine Blumeneckladen ist als Seniorentreff ungeeignet. Man stelle sich mal vor, wie eine 76-jährige ältere Dame mit Gehwagen die Treppe zur Toilette runterkommt...
Der ehemalige Optikerladen wäre aus unserer Sicht dagegen als Seniorentreff geeignet.
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Schaumburger Wochenblatt vom 15.06.2011
Gegen Raser und schlechte Straßen
Aktive Demokraten haben viele Kritikpunkte und fragen nach Antworten
RODENBERG (pd). Mit mehreren Anträgen und Anfragen an die Verwaltung wollten die Aktiven Demokraten in den vergangenen Wochen auf Missstände hinweisen, die ihnen selbst ins Auge gefallen sind oder die ihnen von Bürgern zugetragen wurden. In einer Pressemitteilung formulieren sie nun ihre Befürchtung, dass einige Anträge von ihnen bis nach den Kommunalwahlen ganz offensichtlich "ausgesessen" werden sollen. Als ein Indiz für diese Behauptung sehen sie die Absetzung einer für Anfang Juni geplanten Verwaltungsausschuss-Sitzung. Entgegen der Aussage aus dem Rathaus, es hätten hierfür keine Tagesordnungspunkte vorgelegen, kontern die Aktiven Demokraten mit vier von ihnen formulierten Anträgen, die laut ihrer Einschätzung durchaus zumindest eine Sitzung des Wegeausschusses gerechtfertigt hätten.
Laut Auskunft von Sprecher Sebastian Klein ging es dabei zum einem um die Verkehrssicherheit der Fußgänger und Radfahrer auf der Allee in Höhe Allee 18 bzw. ASB-Heim. Dort würde der Fuß-/Radweg von Autofahrern genutzt und außerdem seien die Ampeln aus Sicht der Aktiven Demokraten gefährlich mitten auf dem Fuß-/Radweg positioniert. Zusätzlich bittet die Gruppe um Prüfung, ob im Krümmeweg die Geschwindigkeit auf 10 km/h beschränkt und durch Beschilderung auf Gabelstaplerverkehr hingewiesen werden sollte.
Außerdem möchte die Gruppe eine Debatte darüber führen, ob, wie in anderen Gemeinden üblich, auch in Rodenberg an viel genutzten Fußwegen Hundekotbeutelspender aufgestellt werden sollten. Weil Anwohner vom Magdeburger Weg sich bei ihnen beklagt haben, dass vor ihrer Haustür schneller als zulässig gefahren werde, haben die Aktiven Demokraten einen Antrag an die Stadt gestellt, dort Geschwindigkeitsmessungen vorzunehmen. Gruppensprecher Sebastian Klein hält es in einer Pressemitteilung für notwendig, zum Ausbremsen von Rasern eines der mobilen Messgeräte, über die die Samtgemeinde verfügt, auf Höhe Magdeburger Weg 14 einzusetzen. Dort sei eine Tempo 30 Zone eingerichtet, die laut Anwohner von zahlreichen Kraftfahrern aber ignoriert werde.
Dazu weisen sie mit Nachdruck auf den ihrer Auffassung nach sehr schlechten Zustand der Feldstraße hin, die dringend saniert werden müsse. "Und es haben uns Anwohner gebeten, auf das freie Teerdreieck im Mündungsbereich Tor und Am Alten Rodenberg hinzuweisen. Dort stand früher einmal eine Litfasssäule. Wir fragen die Verwaltung, ob es hier nicht Möglichkeiten der Verschönerung gibt?", endet die Pressemitteilung von Sebastian Klein.
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Schaumburger Wochenblatt vom 25.05.2011
Energieverträge mit E.ON laufen aus
SPD diskutiert Chancen und Risiken
LANDKREIS (hb/m). In insgesamt acht Schaumburger Städten und Samtgemeinden laufen in den kommenden zwei Jahren die Konzessionsverträge mit dem Energieversorgungsunternehmen E.ON aus. Nach den Worten des Vorsitzenden der SPD Schaumburg, Karsten Becker, besteht damit eine einmalige Gelegenheit, innerhalb eines engen Zeitraums das Stromnetz in einem größeren Versorgungsgebiet zu erwerben. In seiner letzten Sitzung hat sich der SPD-Vorstand die mit einem Netzerwerb verbundenen Chancen und Risiken von Thomas Priemer, Bürgermeister der Gemeinde Auetal, darstellen lassen.
Im Auetal müssen die politischen Gremien nämlich bereits in den nächsten zwei Monaten entscheiden, ob der dort laufende Konzessionsvertrag verlängert oder das Stromnetz stattdessen übernommen werden soll. Laut Priemer ist das Verfahren noch völlig offen. Die eingehenden Angebote müssen noch bewertet und gewichtet werden. Priemer stellte fest, dass E.ON ein leistungsfähiges Unternehmen sei, das effizient arbeite und eine hohe Versorgungssicherheit gewährleiste.
Mit eigenen Stadtwerken könnten die Städte und Gemeinden jedoch wirtschaftliche und strategische Handlungsspielräume in der Energieversorgung und -vermarktung eröffnen, schilderte der Auetaler Bürgermeister die Chancen eines Netzerwerbs. Die Wertschöpfung würde vor Ort erfolgen. "Die Auftragsvergabe an die heimischen Gewerbebetriebe sichert bestehende und schafft neue Arbeits- und Ausbildungsplätze; und mit den Gewinnen könnten die Kommunalhaushalte unterstützt werden", erkannten die Vorstandsmitglieder die Chancen. Zudem, so Vorsitzender Becker, könnte man eigenständig und aktiv über Klimaschutz und die Einspeisung und Erzeugung erneuerbarer Energien entscheiden - alles in eigener Verantwortung.
Die Risiken des Netzerwerbs bestehen in dem kaum kalkulierbaren Kaufpreis. So erzeugten unterschiedliche Auffassungen bei der Bewertung des Netzes und damit über die Höhe des Kaufpreises unter Umständen langwierige Streitverfahren. Weitere Risiken einer möglichen Netzübernahme würden unter anderem in der demographischen Bevölkerungsentwicklung, der Refinanzierung des Netzes, aber auch in dessen Struktur, wie zum Beispiel Alter, Störungsanfälligkeit und Höhe der Abschreibungen, bestehen.
"Wer die Kommunalisierung der Stromnetze will, muss Geld in die Hand nehmen, um Geld zu verdienen", meinte Priemer. Nur wer technisch und kaufmännisch in der Lage sei, ein Stromnetz mit der gewohnten Versorgungssicherheit dauerhaft zu übernehmen, könne ernsthaft über eine Veränderung nachdenken. Karsten Becker stellte gegenüber der Presse fest, dass die SPD Schaumburg das Thema in den nächsten Wochen mit den Schaumburger Partei- und Fraktionsvorsitzenden der SPD ergebnisoffen diskutieren wird.
Unser Kommentar:
In den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Rodenberg wurden die eon-Verträge erst kürzlich ohne Diskussion um 20 Jahre verlängert, obwohl die Aktiven Demokraten den gleichen Vorschlag gemacht haben wie jetzt der SPD-Kreisvorsitzende. Samtgemeindebürgermeister Heilmann und alle anderen Parteien und Wählergemeinschaften fanden unsere Idee aber leider doof!
Und hier noch einmal unser Kommentar zu einem SN-Artikel vom 24.11.2010:
Überlegungen u.a. in Bad Nenndorf und Bückeburg haben uns Aktive Demokraten dazu ermuntert, in der letzten Ratssitzung der Stadt Rodenberg vorzuschlagen, die Stromkonzession ab 2012 noch nicht für die nächsten 20 Jahre an eon zu vergeben, sondern zunächst darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoll wäre, gemeinsam mit anderen Kommunen eigene Stadtwerke zu gründen. Aus unserer Sicht wäre dabei ein echter Mehrwert für die Bürger durch niedrigere Strom- und Gaspreise zu erreichen, da eigene Stadtwerke nicht gewinnmaximierend für Ihre Aktionäre wirtschaften müssten. Ärztehäuser bauen oder Garagen vermieten können private Investoren genausogut wie die Stadt. Ein Strom- und Gasnetz als Monopolist im Sinne der Bürger verwalten, kann die öffentliche Hand aus unserer Sicht besser.
Stadtdirektor Heilmann gab daraufhin bekannt, dass er nicht mit Nenndorfern zusammenarbeiten möchte.
Unser "Lieblings"-SPD-Politiker Brand faselte etwas von amerikanischen Hedgefonds. Außer ihm hat das mal wieder niemand verstanden.
Danach wurde die Stromkonzession für eon von Anfang 2012 bis zum Jahresende 2031 von CDU, SPD und WGR durchgepeitscht. Einzig die FDP hat sich wenigstens enthalten.
Die anwesende Presse hat darüber leider gar nicht berichtet.
3 Kommentare
SN vom 7.6.11
Nur für Rodenberg ist das nicht möglich!
Die Kreis-SPD ist da anderer Meinung als der kl.Ortsverband SPD-Rodenberg
Weiter " Träumen "
Schaumburger Wochenblatt vom 12.02.2011
Neue Richtlinien für einen Jugendpfleger
Ausschuss gibt Empfehlung ab / Im März hat der Rat das letzte Wort / Etat von 15700 Euro
RODENBERG (pd). Die Stadt Rodenberg soll einen Jugendpfleger. Dessen Richtlinien und eine Grundsatzdebatte über die Stelle selbst waren Thema bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Heimatpflege. Im März soll der neue ehrenamtliche "Mitarbeiter" der Stadt dem Rat vorgestellt werden. Das kündigte zumindest die Vorsitzende des Ausschusses, Catrin Döpke (SPD) an. Bis Ende Februar können sich bei ihr oder im Rathaus (Telefon 05723/70518) Interessenten für diese Tätigkeit melden. Das Vorschlagsrecht liegt im Fachausschuss, steht in den Statuten.
Durch den Stadtjugendpfleger sollen Einrichtungen und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche angeregt, gefördert und gegebenenfalls geschaffen werden, heißt es in den Richtlinien. Er wird nach seiner Berufung durch den Stadtdirektor verpflichtet und erhält eine durch den Bürgermeister und den Stadtdirektor unterzeichnete Berufungsurkunde. Der Stadtjugendpfleger ist ständiger Beisitzer im Ausschuss für Sport, Kultur, Jugend und Heimatpflege. Er erhält eine monatliche Aufwandsentschädigung. Die Höhe wird vom Rat festgelegt.
Diese Auszüge aus den Richtlinien, die laut Hans-Dieter Brand von der SPD ausführlich fraktionsübergreifend beraten worden sind, geben die Grundlage für die Einstellung des neuen Stadtjugendpflegers, der sich auch um die Pflege und Förderung internationaler Jugendbegegnungen und des Jugendaustauschs kümmern soll.
Bei einer Gegenstimme von Volker Dahle von den Aktiven Demokraten sind die Statuten empfohlen worden. Mit seiner Ablehnung wollte Dahle nach eigenem Bekunden "Bedenken äußern, ob dies der richtige Weg ist". Er befürchtet eine Überfrachtung des Amtes. "Vorher hatten wir einen Stadtjugendpfleger, ein Jugendparlament und einen Betreuer auf 400-Euro-Basis für den Jugendtreff. Jetzt soll einer alles machen".
Das Jugendparlament sei nicht von der Stadt aufgelöst worden, sondern wegen fehlenden Interesses seitens der Jugendlichen, erklärte Ralf Sassmann von der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR). Außerdem sei dieses Gremium eine Angelegenheit der Samtgemeinde Rodenberg, erinnerten Sassmann und Döpke. SPD-Sprecher Brand wehrte sich gegen eine erneute Grundsatzdebatte. Man habe zahlreiche Varianten diskutiert. "Ich verstehe nicht, dass die Diskussion jetzt hier wieder bei A anfängt, wo wir doch schon bei Z angelangt sind", konterte er in Richtung Dahle.
Sassmann schlug eine Bilanzierung nach einem Jahr vor. Dann könne man sehen, wie die Sache gelaufen sei. Jetzt müsse es darum gehen, das Projekt mit Leben zu erfüllen. Hauptamtsleiter Günther Wehrhahn erinnerte daran, dass die Amtszeit des neuen Stadtjugendpflegers an die Ratsperiode gekoppelt ist. Aus der Sicht der Verwaltung seien die vorliegenden Richtlinien vernünftig.
Die Bewerbungsfrist endet Ende Februar. Auch dagegen hatte Dahle etwas einzuwenden. Es sei schwierig für Interessenten, sich für dieses Amt zu melden, ohne zu wissen, wie hoch die Vergütung sei. Bei den Haushaltsberatungen im März werde über die Honorierung des neuen Amtsinhabers abgestimmt, kündigte Wehrhahn an. Die Festsetzung des Budgets hielt die Mehrheit des Ausschusses für unproblematisch. In den Vorjahren standen für die offene Jugendarbeit 3000 Euro zur Verfügung, rechnete CDU-Sprecher Carsten Schulz vor. Und insgesamt belaufe sich der Gesamtetat für die Jugendarbeit in der Stadt Rodenberg auf 15 700 Euro im Jahr.
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Schaumburger Wochenblatt vom 05.12.2009
Es geht um den Etat 2010
RODENBERG (pd). Das nächste öffentliche Treffen der "Aktiven Demokraten" findet am Mittwoch, 9. Dezember, um 19.30 Uhr im "Hotel Stockholm" statt. Im Verlauf des Abends wird sich die Gesprächsrunde mit den Themen "Haushalt 2010", "Turnhallenbau Algesdorf" und "Jugendarbeit in Rodenberg/Jugendbürgermeister" befassen. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.
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Schaumburger Wochenblatt vom 10.10.2009
Zwei Varianten in der Diskussion
Verwaltung stellt Pläne für Ballsporthalle in Algesdorf vor / Eilantrag abgelehnt
SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Das Thema "Sporthallenbau" hat die jüngste Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau- und Umweltangelegenheiten der Samtgemeinde Rodenberg beherrscht. Zur Absicht, in Algesdorf eine Funktionshalle zu bauen, stellte Arno Fatzler von der Verwaltung zwei mögliche Bauvarianten vor. Eine endgültige Entscheidung gab es nicht. Die Fraktionen werden über die Ausführungen noch beraten. Es gab aber erneut eine Grundsatzdebatte über die Notwendigkeit des Neubaus. Diese wurde vornehmlich von Uwe Heilmann für die Verwaltung und Volker Dahle von den "Aktiven Demokraten" geführt. Gesprächsbedarf gab es aber auch für Peter Friedrichkeit von der SPD Rodenberg.
Zwei Hallenkonzeptionen stehen für den Neubau auf der Algesdorfer Sportanlage zur Diskussion. Bei beiden ist die Sportfläche 20 mal 30 Meter groß. Im Vorschlag 1 sieht Fatzler einen zweigeschossigen Sozialtrakt vor, der auf rund 15 Metern Länge vor die Hallenfläche platziert wird. In der Variante 2 schlägt die Bauverwaltung vor, quasi auf "ebener Erde" den Sozialtrakt an den Spielbereich anzugliedern. Damit würde man sich eine Zwischendecke sparen und könnte ein so genanntes Schleppdach über die gesamte Fläche ziehen. Nicht nur, dass sich ein solcher Bau harmonisch in das Landschaftsbild einfügen würde, auch die Baukosten könnten bei diesem Plan günstiger gehalten werden. Uwe Heilmann, der von umfangreichen Eigenleistungen durch die Mitglieder des TSV Algesdorf ausgeht, plädierte für die Verwaltung eindeutig für diese Variante.
Per Eilantrag wollte Volker Dahle von den "Aktiven Demokraten" die Ausschussmitglieder dazu bewegen, den Punkt ganz von der Tagesordnung zu nehmen, um im Rodenberger Stadtrat noch darüber zu beraten. Auch das Thema "Zukunft Halle Jagdgarten" wollte Dahle in diese Aussprache mit einbezogen wissen. Doch damit stieß er bei den Ratsvertretern ebenso auf Ablehnung wie bei Verwaltungschef Heilmann, der zu einem Rundumschlag gegen Dahle und die "Aktiven Demokraten" ausholte.
"Das ist alles Unfug", meinte Heilmann in Richtung Dahle und ging dabei auf den Vorwurf ein, das Thema "Hallenbau in Rodenberg" sei bislang in Rodenberg selbst noch nicht behandelt worden. Es habe ein klares Votum aus dem Samtgemeindeausschuss gegeben. Und außerdem sei Dahle selbst bei einem Sondierungsgespräch mit Vereinsvertretern von SG Rodenberg und TSG Algesdorf anwesend gewesen. Diese beiden Vereine hätten schon seit Jahren um mehr Hallenkapazitäten gebeten, weil die bestehenden "bis unter die Decke voll sind". Weil von der Stadt Rodenberg bislang nicht für Abhilfe gesorgt wurde, sei jetzt die Samtgemeinde tätig geworden, so der Vorwurf Heilmanns an die Ratsvertreter aus der Deisterstadt.
Die Rücklage in Höhe von 500 000 Euro, die für eine Halle im Etat der Stadt Rodenberg aufgespart worden sei, wäre inzwischen für den Straßenbau verbraucht worden, hielt Heilmann Dahle weiter vor. Er könne nur raten, die Halle so schnell wie möglich zu bauen. Über die Zukunft der Halle Am Jagdgarten müsse der Landkreis entscheiden, auch darüber, ob ein Neubau am Schulzentrum erfolgen soll. Die Vermutung, er selber würde den Bau einer Multifunktionshalle blockieren, um "Konkurrenz" für das Lauenauer "Sägewerk" zu verhindern, wischte Heilmann mit der Feststellung vom Tisch, so ein Bau mit Kosten von fünf bis zehn Millionen Euro sei überhaupt nicht mehr finanzierbar. Und außerdem wolle Rodenberg sein Schützenfest auch weiterhin in einem Zelt feiern und das Feuerwehrfest der Rodenberger Kameraden solle auch in Zukunft im Foyer der Stadtschule durchgeführt werden. Dahle scheiterte mit seinem Eilantrag.
Peter Friedrichkeit wandte sich mit einigen Fragen konkret an die Verwaltungsspitze. Der SPD-Ratsherr Rodenberg, die anderen Ausschussmitglieder und die zahlreichen Zuhörer erfuhren, dass Rodenberg der Samtgemeinde für die Errichtung der Halle in Algesdorf ein voll erschlossenes Grundstück zur Verfügung stellen wird. 600 000 Euro könne die Stadt im Gegenzug für den Bau von der Samtgemeinde erwarten. In der Halle Am Jagdgarten bestehe dringender Sanierungsbedarf, bestätigte Heilmann. Der Landkreis müsse handeln und befinde sich in der "Prüfungsphase". Die sieben Kreistagsabgeordneten aus der Samtgemeinde Rodenberg sollten das weitere Vorgehen auf Landkreisebene aufmerksam verfolgen. Heilmann geht davon aus, dass der Landkreis in Rodenberg eine neue Halle bauen wolle. Die Frage, ob es sich hierbei um eine Drei- oder Zweifeldhalle handeln werde, stehe noch nicht fest. Beim Kreissporttag in Lauenau sei vor kurzem bestätigt worden, dass in Rodenberg ein Defizit an überdachten Sportstätten vorhanden sei.
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Und nochmal Schaumburger Wochenblatt vom 30.09.2009 zu dringend benötigten Industrieballsporthallen:
Rund um den Sport mit Blick auf den Wandel beim 14. Kreissporttag
KSB-Chef wird zum fünften Mal in Folge das Vertrauen ausgesprochen / Schwache Resonanz: Nur 41 Delegierte aus 223 Vereinen
LAUENAU (Ka). Informativ, aufklärend und zukunftsorientiert ging es beim 14. Kreissporttag im Sägewerk Lauenau einher. Der Kreissportbund-Chef Dieter Fischer konnte aus 223 Vereinen 41 stimmberechtigte Delegierte aber dafür sehr viele Gäste, darunter Professor Horst Hübner von der Universität Wuppertal als Referent zum Thema " Sportverhalten in Schaumburg" begrüßen. Die Enttäuschung über die Resonanz stand dem Vorsitzenden ins Gesicht geschrieben. Wieder einmal mehr bestätigte sich die Tatsache, dass das Ehrenamt einer Freiwilligkeit unterliegt. Ohne Ehrenamt bewegt sich nichts in der Gesellschaft, so seine Message und deutete auf den interessanten und für die Vereine wichtigen Fachvortag von Professor Hübner hin. Der Referent betrieb Studien und präsentierte die Ergebnisse aus Einwohnerbefragungen, die mit Statistiken den Vereinsweg in die Zukunft offenbarten. Vom Kernproblem Sport- und Sportstättenentwicklung mit dem demographischen Wandel, den Sportstätten-Sanierungen und dem Wandel des bewegungsaktiven Sports bis zur Abschätzung des künftigen Bedarfs an attraktiver Sportstätteninfrastuktur wurde Weitsicht geübt. Die Erhebungen basierten auf Prognosen im Bereich "Einwohner-Entwicklungen" und auch die Grundlagen für kommunale Planungen für das "Sportverständnis" in vielfältigster Ausübung, die vom Leistungssport über Freizeit-/Breitensport bis hin zur bewegungsaktiven Erholung reicht, flossen mit ein. Die Delegierten verschafften sich einen Überblick über die Hiltliste der betrieben Sportarten, wo das Radfahren nach wie vor den ersten Platz hält. 21,4 % der Bevölkerung wollen neue Sportarten kennenlernen, so Professor Hübner und fügte hinzu, dass 10,3 % die neuen Sportarten regelmäßig ausüben wollen. In der Schaumburger Bevölkerung favorisieren die Männer die Schnupper-Sportbereiche Tennis, Bogenschießen und Golf, während die Damen Gesundheitsgymnastik, Tanzen, Nordic Walking, Tai-Chi und Kampfsport anvisieren. Lediglich Badminton findet bei beiden Geschlechtern gleiche Aufmerksamkeit. Dieses Wissen und der damit verbundene Wechsel zu anderen Sportarten bilden das Fundament für eine erfolgreiche Vereinszukunft, denn 37,3 % der Schaumburger haben in den letzten drei Jahren eine neue Sportart begonnen. Entgegengesetzt wird die Aufgabe mit 26,5 % beziffert. An den Zahlen, Fakten und Erhebungen sollten sich die Schaumburger Vereine orientieren, unterstrich auch Fischer und fügte an, dass ein Umdenken auch unter der Prämisse "Ehrenamt" von Nöten ist. Als bestes Beispiel für das Ehrenamt fungierte Kurt Otto vom MTV Obernkirchen, der für 30-jähriges Engagement die Goldene Ehrennadel vom Landessportbund erhielt. Dem Vorstand wurde während der Veranstaltung von den Stimmberechtigten das Vertrauen ausgesprochen. Fischer erfuhr zum 5. Mal in Folge die Wiederwahl. Ein neues Gesicht in den Reihen war mit Michael Sauer auszumachen, der den Referenten für Sportabzeichen, Hans Heinrich Hartmann ablöste.
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Schaumburger Wochenblatt vom 30.09.2009 zu dringend benötigten Industrieballsporthallen:
Neue Sparte in der SG Rodenberg
RODENBERG (pd). Die Sportgemeinschaft Rodenberg (SGR) bietet in einer neuen Abteilung zusammen mit Physiotherapeut Herwich Kurz ab sofort Rehabilitationssport und Funktionstraining in Gruppen an. Um dieses neue Angebot im Verein bieten zu können, hat die Praxis für Physiotherapie die entsprechenden Zulassungskriterien erfüllt und die SG Rodenberg ist Mitglied im Behindertensportverband Niedersachsen geworden. Die Verordnung der unterschiedlichen Gesundheitsmaßnahmen erfolgt durch Ärzte und wird von den Krankenkassen, nach erteilter Genehmigung, bezahlt. "Eine Krankengymnastik wird dadurch aber nicht ersetzt", macht Kurz bei der Präsentation des neuen Angebotes in der SGR deutlich. Menschen mit unterschiedlichen Beschwerden oder Einschränkungen können unter fachlicher Anleitung am Reha- Sport und Funktionstraining in der Praxis an der Langen Straße teilnehmen. "Uns liegen schon eine Reihe von Anfragen vor", unterstreicht Kurz. Der SGR- Vorsitzende Matthias Herfurt ist erfreut über den neuen "Spartenzuwachs" im Verein und ist sicher, damit ein weiteres attraktives Angebot bieten zu können. Nähere Informationen gibt es in der Praxis unter der Rufnummer 05723/75529.




