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01.04.2009 Schaumburger Wochenblatt: Die Reinsdorfer wollen anpacken

Quelle: Schaumburger Wochenblatt, Autor Bernd Althammer, www.schaumburger-wochenblatt.de

Die Reinsdorfer wollen anpacken

Neues Feuerwehr-Gerätehaus an Stelle einer Garage

REIN­DORF (al). Die Be­schaf­fung ei­nes neuen Fahr­zeugs, das nicht mehr in die vor­han­dene Ga­rage an der ehe­ma­li­gen Schule passt, hat in Reins­dorf un­ge­wöhn­li­chen Ei­fer aus­gelöst. Die ur­sprüng­li­chen Pläne der Samt­ge­meinde Ro­den­berg, auf dem Spiel­platz an der ehe­ma­li­gen Dorf­schule nur einen neuen Stell­platz zu schaf­fen, er­wi­der­ten die Reins­dor­fer Hel­fer mit ei­nem ei­ge­nen Kon­zept: Sie wol­len ein kom­plett neues Gerätehaus er­rich­ten. Der Feu­er­schutzaus­schuss gab dafür ein­stim­mig grü­nes Licht. "Das ma­chen wir!" Reins­dor­fer Feu­er­wehr­leute freuen sich ü­ber die Ent­schei­dung des Feu­er­schutzaus­schus­ses. Sie wol­len ein neues Gerätehaus im Ort bau­en.

Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Uwe Heil­mann er­läu­terte die Ideen aus dem Bücke­berg­dorf: "­Mit ei­ner Ga­rage sind wir ge­st­ar­tet", be­rich­tete er, "­nun ha­ben wir ein schlüs­si­ges Kon­zep­t". Und nicht nur das: Die Orts­wehr will ne­ben der Idee auch die Um­set­zung zu ei­nem großen Teil be­sor­gen: "Von der In­ge­nieur­leis­tung bis zum Mau­rer ist in der Wehr al­les da", staunte Heil­mann ü­ber das be­reits er­folgte per­so­nelle An­ge­bot.

Heil­mann räumte ein, dass eine Ga­rage al­lein für die Reins­dor­fer Be­lange nicht mehr aus­rei­che. Das alte Schul­ge­bäude sei in Tei­len sa­nie­rungs­be­dürf­tig und der Ge­mein­schafts­raum zu klein. Auch im Sa­nitär­be­reich wären In­ves­ti­tio­nen er­for­der­lich. Des­halb habe er mit Feu­er­wehr­ver­tre­tern, dem Ape­ler­ner Bür­ger­meis­ter und dem Ge­mein­de­brand­meis­ter an ei­nem Tisch ge­ses­sen und eine große Lö­sung dis­ku­tiert. In­zwi­schen liege eine Zeich­nung vor, die je­doch "noch nicht den letz­ten Punkt er­fasst" ha­be. "Wir sind in der Samt­ge­meinde schnel­ler als die Ge­mein­de" be­tonte er auf die im ört­li­chen Rat noch fäl­li­gen Be­ra­tun­gen und Be­schlüs­se: "A­pe­lern soll das Grund­stück brin­gen."

Nach der dem Aus­schuss vor­ge­leg­ten Zeich­nung sind Fahr­zeug­hal­le, Schu­lungs­raum, Küche, La­ger­fläche und ein Ü­bungs­raum für den ört­li­chen Spiel­manns­zug vor­ge­se­hen. Der vor­aus­sicht­li­che Kos­ten­auf­wand wurde mit 250.000 Euro kal­ku­liert. Die Samt­ge­meinde will aber ma­xi­mal nur 100.000 Euro auf­brin­gen: "­Den Rest müs­sen die Reins­dor­fer ma­chen." Das wol­len sie auch tun, wie aus Feu­er­wehr­krei­sen ge­genü­ber dem SW ver­lau­te­te. Mo­men­tan sind sie je­doch noch auf der Su­che nach dem ge­eig­ne­ten Grund­stück: "­Die fin­den be­stimmt das Rich­ti­ge", gab sich der Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter op­ti­mis­tisch. Für die an­we­sen­den Kom­mu­nal­po­li­ti­ker war die Ent­schei­dung rasch klar: "Das soll­ten wir so um­set­zen", ver­langte Wolf­gang Köl­ling (SPD). Sein Par­tei­freund Wil­helm Hart­mann suchte in der Zeich­nung be­reits Platz für den von Reins­dorf eben­falls ge­wünsch­ten Mann­schafts­wa­gen. Und er hin­ter­fragte eine noch vor Jah­ren be­klagte prekäre Per­so­nal­la­ge. "Das hat sich al­les gelöst und macht mich froh", be­kannte Heil­mann auch mit Blick auf eine stark in­ten­si­vierte Kin­der- und Ju­gend­ar­beit, "heute ist Reins­dorf für mich ein High­light".

Den ein­zi­gen Wer­muts­trop­fen zu den ak­tu­el­len Pro­ble­men ver­goss er in ter­min­li­cher Hin­sicht. Aus fi­nan­zi­el­len Grün­den im Samt­ge­mein­de­etat kön­nen die Mit­tel erst in 2010 zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den. Bis da­hin sei je­doch Zeit ge­nug, das Ge­bäude ex­akt zu durch­pla­nen.

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