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Archiv für: Februar 2011

Schaumburger Wochenblatt vom 12.02.2011

Neue Richtlinien für einen Jugendpfleger

Ausschuss gibt Empfehlung ab / Im März hat der Rat das letzte Wort / Etat von 15700 Euro

RO­DEN­BERG (p­d). Die Stadt Ro­den­berg soll einen Ju­gend­pfle­ger. Des­sen Richt­li­nien und eine Grund­satz­de­batte ü­ber die Stelle selbst wa­ren Thema bei der jüngs­ten Sit­zung des Aus­schus­ses für Ju­gend, Sport, Kul­tur und Hei­mat­pfle­ge. Im März soll der neue eh­ren­amt­li­che "­Mit­ar­bei­ter" der Stadt dem Rat vor­ge­stellt wer­den. Das kün­digte zu­min­dest die Vor­sit­zende des Aus­schus­ses, Ca­trin Döpke (SPD) an. Bis Ende Fe­bruar kön­nen sich bei ihr oder im Rat­haus (Te­le­fon 05723/70518) In­ter­es­sen­ten für diese Tätig­keit mel­den. Das Vor­schlags­recht liegt im Fach­aus­schuss, steht in den Sta­tu­ten.

Durch den Stadt­ju­gend­pfle­ger sol­len Ein­rich­tun­gen und Ver­an­stal­tun­gen für Kin­der und Ju­gend­li­che an­ge­regt, ge­för­dert und ge­ge­be­nen­falls ge­schaf­fen wer­den, heißt es in den Richt­li­ni­en. Er wird nach sei­ner Be­ru­fung durch den Stadt­di­rek­tor ver­pflich­tet und er­hält eine durch den Bür­ger­meis­ter und den Stadt­di­rek­tor un­ter­zeich­nete Be­ru­fungs­ur­kun­de. Der Stadt­ju­gend­pfle­ger ist stän­di­ger Bei­sit­zer im Aus­schuss für Sport, Kul­tur, Ju­gend und Hei­mat­pfle­ge. Er er­hält eine mo­nat­li­che Auf­wands­ent­schä­di­gung. Die Höhe wird vom Rat fest­ge­leg­t.

­Diese Aus­züge aus den Richt­li­ni­en, die laut Hans-Die­ter Brand von der SPD aus­führ­lich frak­ti­ons­ü­ber­grei­fend be­ra­ten wor­den sind, ge­ben die Grund­lage für die Ein­stel­lung des neuen Stadt­ju­gend­pfle­gers, der sich auch um die Pflege und För­de­rung in­ter­na­tio­na­ler Ju­gend­be­geg­nun­gen und des Ju­gend­aus­tauschs küm­mern soll.

Bei ei­ner Ge­gen­stimme von Vol­ker Dahle von den Ak­ti­ven De­mo­kra­ten sind die Sta­tu­ten emp­foh­len wor­den. Mit sei­ner Ab­leh­nung wollte Dahle nach ei­ge­nem Be­kun­den "­Be­den­ken äußern, ob dies der rich­tige Weg ist". Er be­fürch­tet eine Ü­ber­frach­tung des Am­tes. "Vor­her hat­ten wir einen Stadt­ju­gend­pfle­ger, ein Ju­gend­par­la­ment und einen Be­treuer auf 400-Euro-Ba­sis für den Ju­gend­treff. Jetzt soll ei­ner al­les ma­chen".

Das Ju­gend­par­la­ment sei nicht von der Stadt auf­gelöst wor­den, son­dern we­gen feh­len­den In­ter­es­ses sei­tens der Ju­gend­li­chen, er­klärte Ralf Sass­mann von der Wähl­er­ge­mein­schaft Ro­den­berg (W­GR). Außer­dem sei die­ses Gre­mium eine An­ge­le­gen­heit der Samt­ge­meinde Ro­den­berg, er­in­ner­ten Sass­mann und Döp­ke. SPD-Spre­cher Brand wehrte sich ge­gen eine er­neute Grund­satz­de­bat­te. Man habe zahl­rei­che Va­ri­an­ten dis­ku­tiert. "Ich ver­stehe nicht, dass die Dis­kus­sion jetzt hier wie­der bei A an­fängt, wo wir doch schon bei Z an­ge­langt sin­d", kon­terte er in Rich­tung Dah­le.

Sass­mann schlug eine Bi­lan­zie­rung nach ei­nem Jahr vor. Dann könne man se­hen, wie die Sa­che ge­lau­fen sei. Jetzt müsse es darum ge­hen, das Pro­jekt mit Le­ben zu er­fül­len. Haupt­amts­lei­ter Gün­ther Wehr­hahn er­in­nerte dar­an, dass die Amts­zeit des neuen Stadt­ju­gend­pfle­gers an die Rats­pe­ri­ode ge­kop­pelt ist. Aus der Sicht der Ver­wal­tung seien die vor­lie­gen­den Richt­li­nien ver­nünf­tig.

­Die Be­wer­bungs­frist en­det Ende Fe­bruar. Auch da­ge­gen hatte Dahle et­was ein­zu­wen­den. Es sei schwie­rig für In­ter­es­sen­ten, sich für die­ses Amt zu mel­den, ohne zu wis­sen, wie hoch die Ver­gütung sei. Bei den Haus­halts­be­ra­tun­gen im März werde ü­ber die Ho­no­rie­rung des neuen Amts­in­ha­bers ab­ge­stimmt, kün­digte Wehr­hahn an. Die Fest­set­zung des Bud­gets hielt die Mehr­heit des Aus­schus­ses für un­pro­ble­ma­tisch. In den Vor­jah­ren stan­den für die of­fene Ju­gend­ar­beit 3000 Euro zur Ver­fü­gung, rech­nete CDU-Spre­cher Cars­ten Schulz vor. Und ins­ge­samt be­laufe sich der Ge­sam­te­tat für die Ju­gend­ar­beit in der Stadt Ro­den­berg auf 15 700 Euro im Jahr.

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